Unsere Pädagogik
Unsere Pädagogik - eine Schule als Lern- und Lebensort
Unsere pädagogische Arbeit richtet sich aus nach dem Wort Gottes, das uns als seinen Geschöpfen Hilfen zum Leben geben will. Jesus hat zugesagt, uns Menschen an Gottes Leben Anteil zu geben und uns mit seiner Liebe zu beschenken. Diese Liebe und diese Lebenshilfe wollen wir als Zeugnis und als Handlungsgrundlage an unsere Schülerinnen und Schüler weitergeben. Unsere Schule soll daher nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Lebensort sein. Ein Ort der Gemeinschaft, an dem unsere Schülerinnen und Schüler an und in der Gemeinschaft lernen können. Hieraus ergibt sich unser Leitsatz: leben und lernen - leben lernen. Das Beziehungslernen ist damit pädagogischer Schwerpunkt unserer Arbeit. Es geht um ein Lernen, das sich an Kopf, Herz und Hand zugleich richtet. Beziehungslernen meint ein die ganze Person des Schülers beachtendes und aufgreifendes Lernen. Neben der Stoffvermittlung wollen wir uns unter anderem durch gemeinsame Aktivitäten Zeit nehmen, um mit Schülern und Eltern Gemeinschaft zu erleben. In einem Beziehungsraum, in dem Kinder ernst genommen werden, sind sie (auch die Erwachsenen) eher bereit auf den anderen einzugehen, zusammenzuarbeiten und Regeln zu akzeptieren. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen lernen, vielfältige Beziehungen aufzubauen und zu erhalten. Die Beziehungsfähigkeit steht der individuellen Entfaltung gleichgewichtig gegenüber.
Unsere Erziehungsziele
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Selbstannahme - Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst! (Matthäus 19, 19b)
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Die Kinder lernen ihre Stärken und Schwächen kennen und annehmen, der richtige Umgang mit ihnen soll gefördert werden. Die eigene Identität und das Vertrauen in die eigenen
Fähigkeiten sollen durch entsprechende Prozesse in der Lerngruppe bzw. durch Unterstützung der Lehrkräfte Stück für Stück aufgebaut werden. -
Emotionalität - Jeder soll stets bereit sein zu hören, aber sich Zeit lassen, bevor er redet, und noch mehr, bevor er zornig wird. (Jakobus 1, 19)
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Eigene Gefühle und die Gefühle anderer wahrnehmen und mit ihnen richtig umgehen lernen.
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Verantwortung für sich und andere übernehmen -Fördert euch gegenseitig, jeder mit der Gabe, die Gott ihm geschenkt hat.(1. Petrus 4, 10)
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Zuverlässigkeit
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Selbständigkeit im Erledigen von Aufgaben
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Mitarbeit und Verantwortung übernehmen in einer Arbeitsgruppe und in der Klasse
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Gemeinschaftsfähigkeit -Führt also euer Leben als Menschen, die Gott erwählt hat, um ihnen seine Liebe zu erweisen und sie zu seinem Volk zu machen. Seid mitfühlend, freundlich, ehrerbietig, nachsichtig und geduldig. Kommt miteinander aus! Tragt es keinem nach, wenn er euch Unrecht getan hat; sondern vergebt einander, wie der Herr euch vergeben hat. (Kol. 3, 12f.)
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Rücksichtnahme, Einfühlungsvermögen
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Nächstenliebe - Wertschätzung der Andersartigkeit des anderen
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Respekt und Achtung vor dem anderen
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Vergebungsbereitschaft
Die genannten Erziehungsziele sollen in erster Linie durch fördernde und präventive Maßnahmen im Bereich Soziales Lernen umgesetzt werden. Regeln und Konsequenzen ergänzen die pädagogische Arbeit und Erziehung. Soziales Lernen umfasst den ganzen Schulalltag und ist nicht an ein Unterrichtsfach gebunden. Als Orientierung gilt die "Goldene Regel": So wie ihr von den Menschen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch! (Matthäus 7, 12)
Prinzipien unseres pädagogischen Handelns
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Das Prinzip der positiven Verstärkung: Eine belohnende Zuwendung für erwünschtes Verhalten ist besser als eine bestrafende Zuwendung für Fehlverhalten.
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Das Prinzip der Vergebungsbereitschaft: Auch Schüler sollen nach einer Grenzüberschreitung neu anfangen dürfen.
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Das Gemeinschaftsprinzip: Wir achten die Persönlichkeit des einzelnen und zugleich die Bedürfnisse der Gruppe.
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Das Kooperationsprinzip: Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Lehrkräften, Eltern und Kindern.
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Das Verantwortungsprinzip: Wir vermitteln den Kindern, dass es wichtig ist, die Verantwortungfür das eigene Handeln zu übernehmen. Das Bewusstsein dafür, dass das eigene Handeln Konsequenzen hat, wird geschärft.
Wir wollen positives Verhalten verstärken, z.B. durch Lob und Belohnungssysteme. Damit ermutigen wir die Schüler, sich auch weiterhin um angemessenes Verhalten zu bemühen. Belohnungssysteme können jedoch nur zeitlich begrenzt und gezielt eingesetzt werden. Unser Ziel sollte sein, dass der Schüler den Zugewinn durch positives Lern- und Sozialverhalten als Belohnung selbst begreift (intrinsische Motivation) und nicht in erster Linie von einer zusätzlichen Belohnung von außen (extrinsische Motivation) abhängig macht. Das Verhalten wird (soweit möglich) direkt nach der Stunde oder dem Unterrichtsvormittag zurückgemeldet.
Auch Eltern beteiligen sich mit angemessenen Belohnungen (möglichst gemeinschaftliche Unternehmungen). Das Kind soll spüren, dass das Belohnungssystem von Lehrern und Eltern gemeinsam getragen wird.
Konfliktlotsenausbildung (Mediatoren)
Schüler werden zu Konfliktlotsen ausgebildet, um Mitschüler bei der selbständigen Lösung von Streitigkeiten zu unterstützen. Das Ziel ist eine nachhaltige Beendigung der Konflikte ohne "Verlierer". Hierdurch erwerben sowohl die Konfliktlotsen als auch die teilnehmenden Schüler Kompetenzen, die für das soziale Klima auf dem Schulgelände förderlich sind.
